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Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach
Verpachtung immer schwieriger
Kreisjäger begrüssen rückläufige Pachtpreise / Keine Seuchen im Landkreis / Ehrungen

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Vom 24.04.2007

tef. BAD MÜNSTER AM STEIN-EBERNBURG "Mit der Abschaffung der Rahmengesetzgebungskompetenz des Bundes hat unser bisheriges bewährtes Bundesjagdgesetz seine Existenzberechtigung verloren", sagte Klaus Nieding, Rechtsanwalt aus Frankfurt, bei der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Bad Kreuznach im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz.

Der Deutsche Jagdverband habe daraufhin versucht, mit einem eigenen Gesetzesentwurf dafür zu sorgen, "möglichst einheitliche Jagdregeln in den Bundesländern durch ein möglichst umfassendes Bundesjagdgesetz zu gewährleisten." Zum Beispiel solle es verboten sein, Wasserwild "auf und über Gewässern unter Verwendung von Bleischrot" zu jagen. Veränderungen also, die auch auf die Kreisgruppe Bad Kreuznach zukommen werden.

Positive Änderungen konnte die Kreisgruppe bezüglich ihrer Mitgliederzahlen vorweisen: Waren es zu Beginn des Jahres 2006 noch 756 Mitglieder, so wuchs die Zahl im Laufe des Jahres auf 765 Mitglieder an.

Mehrere Umbauten der Kugelstände und Schießstände wurden vorgenommen.

Weiterhin blickte die Kreisgruppe auf verschiedene Öffentlichkeitsarbeiten im vergangenen Jahr zurück - beispielsweise Exkursionen, Revierbegehungen und Jagdteilnahmen für Schulklassen, Kindergärten und Erwachsenengruppen.

Ralf Rauschenplat, Vorsitzender der Kreisgruppe, merkte in seiner Rede an: "Insbesondere in reinen Niederwildrevieren sind nach wie vor deutliche Einbußen bei den Pachtpreisen festzustellen." Seit einigen Jahren werde es jedoch auch bei Revieren mit hohem Schwarzwildaufkommen für die Jagdgenossenschaften immer schwieriger, die Reviere überhaupt zu verpachten.

Von der Seuchengefahr blieb der Kreis Bad Kreuznach im vergangenen Jahr weitgehend verschont: weder die Europäische Schweinepest noch die Geflügelpest oder die Blauzungenkrankheit wurden im Landkreis festgestellt. Auch Tollwut war kein Thema. "Wildbret bleibt also ein hochwertiges Nahrungmittel", so Kreisjagdmeister Dr. Hans-Joachim Bechtoldt.

In der Jahresstrecke 2006/2007 zählten die Jäger 387 Rotwild (Vorjahr 338), 1250 Schwarzwild (Vorjahr 2200), Rehwild 3850 (Vorjahr jeweils rund 4500 Stück), rund 4000 sonstiges Niederwild (Vorjahr 5000, darunter 1210 Füchse). Die Gesamtstrecke hatte fast 10000 Stück Wild, damit jedoch 2000 Stück weniger als im Jahr 2006.

Eine Treuenadel für seine 75-jährige Mitgliedschaft wurde Günther Leibrock aus Boos verliehen.

Folgende Mitglieder erhielten eine Treuenadel für 25-jährige Mitgliedschaft: Karl Albrecht Grimm (Rehborn), Rainer Jansohn (Guldental), Manfred Konrath (Rehborn), Hans Kuohn (Monzingen), Armin Lang (Hergenfeld), Klaus Scherer jun. (Meisenheim), Uwe Wasem (Schmittweiler), Michael Wild (Idar-Oberstein).

Folgende Mitglieder wurden für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt: Dr. Rolf Ohlenberger (Hergenfeld), Herbert Friedrich (Schweppenhausen), Karl-Georg Fuchs (Kirn), Henning Hörhammer (Bad Sobernheim), Adolf Jacob (Bad Kreuznach), Günter Kauer (Windesheim), Josef Ferdinand Kroll (Guldental), Rolf Peter Rasselenberg (Bad Kreuznach), Detlef Wenz (Bad Münster am Stein-Ebernburg).

Die Treuenadel für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten: Helmut Albrecht (Weitersborn), Reinhold Jörg (St. Katharinen) und Robert Jung (Daxweiler).
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