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Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach

Böcke oft zu jung
Abschussvorgaben üben Druck auf Jäger aus 

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Vom 13.03.2008

wmy. BAD SOBERNHEIM Mit der Entscheidung, die Jahresversammlung des Hegerings Bad Sobernheim in die Gaststätte im Freilichtmuseum zu legen, konnte Hegeringleiter Klaus Nieding zufrieden sein. Bewährt hatte sich die Lokalität schon im September letzten Jahres beim hervorragend besuchten Referat von Wildmeister Hans-Joachim Duderstaedt, einem anerkannten Hochwildexperten, der vor dem Hegering über "Hege und Bejagung des Schwarzwildes im Hegering" sprach.

Die Atmosphäre ist für die Versammlung der Jäger stimmig. Das wurde durch das Signalblasen der Bläsergruppe unterstrichen. Erfreut waren Nieding, wie auch die Mitglieder der Trophäen-Bewertungskommission, Dieter Werner, Hans Nolden und Jörg Kniffka, dass auch in diesem Jahr zahlreiche Bockgehörne für die Hegeschau eingereicht worden waren. Die Jäger zeigten damit, dass sie die Erfüllung der behördlichen Abschusspläne und den Auftrag der Jagdgesetze zur Schaffung und Erhaltung angepasster Wildbestände ernst nähmen und befolgten. Kreisjagdmeister Dr. Bechtoldt sowie Kreisgruppenvorsitzender Ralf Rauschenplat wünschten ausdrücklich, dass die Jäger auch zur Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe am 12. April in Waldböckelheim ihre Trophäen zu Verfügung stellen könnten. Hans Nolden, der die Trophäen kommentierte, stellte fest, dass zunehmend zu junge Böcke geschossen würden. Der Druck durch die Abschussvorgaben, so die Jäger, führe dazu, dass ihnen mitunter keine Wahl bleibe, wenn sie die Sollzahlen erfüllen wollten. Man solle sich durchaus einmischen, wenn die Abschusszahlen festgelegt würden, so waren sich Nolden und Nieding einig. Oft führten an falscher Stelle angesetzte Grundannahmen zu absurden Hochrechnungen. Hier solle man im Kontakt mit dem Forstamt Einfluss nehmen.

Zufrieden zeigten sich die Jäger mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Hier war es vor allem das ehrenamtliche Engagement, mit dem über 2000 Euro bei der Benefizveranstaltung "Wildessen zugunsten des Vereines Aktion Benni & Co" gespendet werden konnten.

Am Vorhaben des Nabu und des Regionalbündnisses SooNahe, beidseits der Nahe die ehemaligen Ewald-Teiche zu renaturieren und den Nahealtarm auf der Südseite zu reaktivieren, beteiligen sich die Jäger. "Bei diesem Projekt können wir als anerkannter Naturschutzverband nicht außen vor bleiben", erklärte Nieding, der sich auch persönlich durch einen Grundsstückankauf und die Anlage einer Streuobstwiese dort engagiert. Davon würden, so Nieding, nicht nur das örtliche Wild, sondern auch andere nicht jagdlich nutzbare Arten sowie zahlreiche Insekten profitieren.


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