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Die Turmfalken sind zurück


06.09.2011 - BAD SOBERNHEIM

TIERE An der Mosel aufgepäppelt, an der Nahe in Freiheit entlassen

(red). Ende Juni rettete Falknerin Petra Nieding mit ihrem Mann, dem Kreisjägervorsitzenden Klaus Nieding, mit tatkräftiger Unterstützung der Feuerwehr Bad Sobernheim drei junge Turmfalken aus einem Horst unter dem Dach von Familie Schneider in der Nahestraße.

Da die Falkenmutter infolge des "Dauereinsatzes" entkräftet und verendet war, drohten die drei Jungvögel ebenfalls zu verhungern. Nach der Bergung der drei Jungfalken stellte Falknerin Petra Nieding fest, dass diese offenbar krank waren und brachte die Vögel daher zur Falknerei auf der Reichsburg in Cochem.

Dort wurden die Tiere veterinärmedizinisch behandelt. Leider ging trotzdem einer der drei Jungvögel ein. Die anderen beiden wurden in den folgenden Wochen von den Falknern Sylvia Bente-Schröder und Axel Schröder aufgepäpppelt und kamen so wieder zu Kräften. In einer großen Freiflugvoliere wurden die Tiere mit lebenden Mäusen an die eigenständige Jagd und Nahrungssuche gewöhnt, um sie wieder auswildern zu können.

Nach zwei Monaten war es jetzt soweit: Falknerin Sylvia Bente-Schröder brachte die jungen Turmfalken in Transportboxen von Cochem nach Bad Sobernheim, um sie in ihrem Umfeld frei zu lassen. "In und um unser Damwildgatter sind die Gegebenheiten des Biotops ideal: Etliche Obstbäume, Totholz, zahlreiche Mäuseburgen in offenen Wiesen und das Wasser der Nahe", erklärte Petra Nieding.

Die eigentliche Auswilderung ging dann relativ schnell und unspektakulär: "Wir mussten aufgrund der Unwetter der letzten Tage die relativ ruhige Wetterlage an diesem Abend nutzen", sagte Petra Nieding. "Die Vögel nahmen ihr neues Habitat umgehend an und fühlten sich sichtlich wohl."

Die Falknerinnen sind sich sicher, dass auch im nächsten Jahr wieder der Horst bei Familie Schneider aktiv bebrütet werden wird - vielleicht dann ja von einem der geretteten Turmfalke.

 



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