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Allgemeine Zeitung
Jäger wollen Jungtiere vor Mähwerkzeugen retten

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Lärm und Lichter sollen sie vertreiben / Heute Kitz-Suchaktion geplant

Vom 23.05.2006

red. BAD SOBERNHEIM "Der Mai ist gekommen" - und mit ihm der Höhepunkt der Brut- und Setzzeit. Die heimischen Niederwildarten und auch Bodenbrüter wie Fasan, Rebhuhn, Lerche, Kiebitz, Wildente und Wachtel bringen vor allem im Mai ihre Jungen zur Welt.  
Besonders bei Mäharbeiten ist daher Vorsicht angesagt.Die Jägerschaft des Hegerings Bad Sobernheim hält Appelle alleine nicht für ausreichend und plant, Jungtiere aktiv vor den Gefahren der anstehenden ersten Wiesenmahd zu schützen, die aufgrund des langen Winters zum Monatsende zu erwarten ist.

Nach Erhebungen des Deutschen Jagdschutz-Verbandes DJV werden jedes Jahr in Deutschland rund 100000 Rehkitze und zahllose Hasen, Fasanen und andere Bodenbrüter durch die Mahd verletzt oder getötet. Die Jägerschaft und die Landwirte im Bereich des Hegerings Bad Sobernheim arbeiten deshalb Hand in Hand, um die Tiere zu retten und noch größere Verluste zu verhindern. Wehende Tüten, grelle Blinklichter oder dudelnde Kofferradios auf nächtlichen Wiesen sind dabei keineswegs ein verspäteter Scherz der Maihexen. Vielmehr führen die dadurch misstrauisch gewordenen Elterntiere ihren Nachwuchs aus der am nächsten Tag zu mähenden Wiese heraus.

"Insbesondere die Rehkitze, aber auch die Feldhasenjungen ducken sich bei Gefahr instinktiv ins Gras, anstatt zu fliehen. Diese Strategie ist zwar gegen Raubtiere wie den Fuchs wirksam, beim Kreiselmäher aber nahezu immer tödlich", so Hegeringleiter Klaus Nieding. "Wir können befriedigt feststellen, dass die Zusammenarbeit zwischen unseren Landwirten und der Jägerschaft im Bereich des Hegerings Bad Sobernheim gut funktioniert. Vom Landwirt rechtzeitig über die Mähtermine informiert, können wir Jäger vor dem Mähen mit unseren ausgebildeten Hunden die Jungtiere aufspüren und in Sicherheit bringen. Wir bitten aber alle Spaziergänger, junges Wild keinesfalls anzufassen, da der Menschengeruch die Elterntiere abschreckt."

Insbesondere für Kinder und Jugendliche ist es ein intensives Naturerlebnis, gemeinsam mit den Waidmännern die Jungtiere aufzustöbern. Eine erste Kitz-Suchaktion findet - je nach Wetterlage - heute oder morgen im Revier Meddersheim I statt.


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